Ihr täglicher Marktüberblick
Starten Sie jeden Tag mit einem klaren Blick auf die Energiemärkte. Das Energiemarkt Cockpit von Deutsche Energien Partner bündelt alle relevanten Kennzahlen – Strom, Gas, Öl und CO₂-Zertifikate – und aktualisiert sie stündlich. So sind Sie immer nah am Marktgeschehen, erkennen Trends frühzeitig und treffen fundierte Entscheidungen in der Energiebeschaffung Ihres Unternehmens. Was diese Preise für Ihren eigenen Einkauf bedeuten, hängt vom gewählten Modell ab – mehr dazu in unserem Leitfaden zur Strombeschaffung. Was die Terminpreise zum 1. Januar für Haushalte und Betriebe bedeuten, steht im Beitrag Strompreis und Gaspreis 2027.
Sie möchten nicht täglich nachsehen? Das Preisfenster beobachtet den Terminmarkt für Ihren Bedarf und meldet sich bei einem Preissignal – kostenlos.
Kennzahlen auf einen Blick
Jeder Wert mit Datenstand und Quelle · stündlich aktualisiert
Strom Day-Ahead
314,85 €/MWh
Tagesdurchschnitt (Base), Lieferung Do, 29.10.2026
Spanne 231,00 bis 559,63 €/MWh
Quelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de
Gasspeicher Deutschland
61,65 %
Füllstand Gastag 26.10.2026 · 152,50 von 247,36 TWh
Vorjahr am gleichen Tag: 75,33 %
Quelle: GIE AGSI+
Erdgas TTF
99,90 €/MWh
Frontmonat (Dutch TTF), Kurs vom 28.10.2026
+3,84 € zum Vortag
Quelle: ICE Endex über Yahoo Finance
CO₂-Zertifikat
84,09 €/t
EU-Emissionsrecht (EUA), Kurs vom 28.10.2026
+0,26 € zum Vortag
Börsenwerte ohne Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen. Sie zeigen die Marktlage und sind keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Die monatliche Einordnung finden Sie unter Aktuelle Marktlage.
| RohstoffRohstoff | Preis aktuellPreis | Letzte SitzungSitzung | 30 Tage30T | 12 Monate12M | 3 Jahre | Trend 7T |
|---|
| Gasspeicher | GIE AGSI+ |
| Day-Ahead Strom | EPEX SPOT über aWATTar |
| TTF, Brent, Henry Hub, CO₂, EUR/USD | Kurse über Yahoo Finance |
| Marktlage Terminmarkt | Einschätzung Deutsche Energien Partner |
| Wetter | Deutscher Wetterdienst (über Bright Sky), CC BY 4.0 |
Die auf diesem Dashboard dargestellten Preise, Marktdaten und Kennzahlen dienen ausschließlich informativen Zwecken und stellen keine Handelsempfehlung, Anlageberatung, Energiebeschaffungsempfehlung oder verbindliche Preisauskunft dar. Die Daten werden aus externen Quellen bezogen, teils zeitverzögert oder manuell gepflegt, und können fehlerhaft, unvollständig oder veraltet sein.
Insbesondere die Marktlage-Kachel zeigt gerundete Preiskorridore als Einschätzung von Deutsche Energien Partner und ersetzt keine Börsennotierung. Für verbindliche Preise sind ausschließlich die offiziellen Veröffentlichungen der jeweiligen Börsen (EEX, ICE Endex, EPEX SPOT, CME) maßgeblich.
Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der angezeigten Daten sowie für Schäden jeglicher Art, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung dieser Informationen entstehen (einschließlich entgangener Gewinne, Vertragsabschlüssen auf fehlerhafter Datenbasis oder Fehlentscheidungen in der Energiebeschaffung), wird ausdrücklich ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Dies gilt auch für Verweise auf externe Websites.
Geschäftliche Entscheidungen sollten stets auf Grundlage eigener Recherche sowie offizieller, verbindlicher Datenquellen getroffen werden. Für konkrete Einkaufsentscheidungen empfehlen wir eine individuelle Beratung.
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Gasspeicher in Deutschland: Füllstand einordnen
Stand: 23.10.2026
Die Kachel „Gasspeicher Deutschland“ oben zeigt, wie viel Gas in den deutschen Speichern liegt, in Prozent und in Terawattstunden. Darunter steht der Wert vom gleichen Tag im Vorjahr, im Cockpit zusätzlich der Vergleich mit den Jahren 2023 bis 2025. So sehen Sie auf einen Blick, ob der Stand für die Jahreszeit hoch oder niedrig ist.
Wie viel Gas passt in die Speicher?
Die deutschen Speicher fassen rund 247 TWh Arbeitsgas. Das ist gut ein Viertel dessen, was Deutschland 2025 verbraucht hat: 864 TWh, davon etwa 60 % in der Industrie. Den Großteil liefern laufende Importe, 2025 vor allem aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien; gut zehn Prozent kamen über LNG-Terminals. Die Speicher decken im Winter, was die Importe an kalten Tagen nicht schaffen.
Welche Füllstände sind vorgeschrieben?
Für den Winter 2026/27 gilt die Gasspeicherfüllstandsverordnung. Zum 1. November 2026 muss jede Anlage zu 80 % gefüllt sein, sechs Speicher mit eingeschränkter Leistung, darunter Rehden, nur zu 45 %. Über alle Speicher gerechnet entspricht das rund 70 %. Zum 1. Februar 2027 gelten 30 %, für vier bayerische Speicher 40 %. Die Verordnung läuft am 31. März 2027 aus. Die Bundesnetzagentur hält das Erreichen der Novemberziele nicht zwingend für nötig, um die Versorgung zu sichern (Lagebewertung vom 22.10.2026).
Wovon der Füllstand abhängt
Einspeichern ist in erster Linie Sache der Gashändler und Lieferanten. Ob es sich für sie lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel teurer Wintergas als Sommergas am Terminmarkt gehandelt wird. Ist der Abstand klein oder sogar negativ, bleibt mehr Speicherraum leer. Dazu kommen Wetter, Importmengen und die Auslastung der LNG-Terminals.
Was ein niedriger Füllstand für Betriebe bedeutet
Ein Speicher gibt umso weniger Gas pro Tag ab, je leerer er ist. Niedrige Füllstände machen den Markt deshalb anfälliger für lange Kälte am Ende des Winters. Betriebe mit Spot- oder Indexpreis spüren solche Phasen direkt in der Rechnung, Festpreise und Tranchen federn sie ab. Was ein kalter Februar für Betriebe konkret heißt, steht in unserer Analyse Gasspeicher 2026/27: Was ein kalter Februar für Betriebe bedeutet. Wann sich ein Abschluss für Ihren Gasbedarf lohnt, beobachtet das Preisfenster am Terminmarkt, kostenlos.
Häufige Fragen zum Gasspeicher-Füllstand
Wie voll sind die Gasspeicher in Deutschland aktuell?
Den tagesaktuellen Wert zeigt die Kachel „Gasspeicher Deutschland“ oben. Am 22. Oktober 2026 meldete die Bundesnetzagentur 61,1 % (151,1 TWh). Das ist deutlich weniger als in den Vorjahren zur gleichen Zeit; 2025 waren es um diese Zeit rund 75 %.
Wie aktuell sind die Werte?
Die Speicherbetreiber melden jeden Gastag (6 bis 6 Uhr) an AGSI+, die Transparenzplattform des Verbands Gas Infrastructure Europe. Die Werte erscheinen in der Regel am Folgetag, das Dashboard zeigt deshalb meist den Stand von gestern oder vorgestern. Einzelne Meldungen werden nachträglich korrigiert.
Ab welchem Füllstand wird es kritisch?
Eine feste Grenze nennen weder das Gesetz noch der Notfallplan Gas. Entscheidend ist, wie kalt der Winter wird und wie viel Gas gleichzeitig importiert wird. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Versorgung derzeit als gering ein, erwartet aber einen vergleichsweise niedrigen Füllstand am Ende des Winters (Stand 22.10.2026).
Welche Warnstufe gilt?
Seit 1. Juli 2025 gilt die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas. Die Alarmstufe, die seit Juni 2022 galt, ist aufgehoben.
Was bedeutet der Füllstand für den Gaspreis?
Niedrige Füllstände erhöhen das Risiko kurzfristiger Preisspitzen bei Kälte, weil dann mehr Gas kurzfristig beschafft werden muss. Wie stark sich das zeigt, hängt von Importen, Wetter und Terminmarkt ab. Den aktuellen Großhandelspreis sehen Sie oben in der Kachel „Erdgas TTF“.
Quellen: Bundesnetzagentur, Lagebewertung Gasversorgung (22.10.2026) · Bundesnetzagentur, Zahlen zur Gasversorgung 2025 · Gasspeicherfüllstandsverordnung (BGBl. 2025 I Nr. 130) · GIE AGSI+
