
Die Frage Gewerbestrom Festpreis oder Spot stellt sich gerade so dringlich wie lange nicht. Drei Wochen im US-Israel-Iran-Krieg. Straße von Hormus eingeschränkt, Katars LNG-Produktion steht still, Gasspeicher bei [21 %](Link Bundesnetzagentur). Der Strom-Großhandelspreis ist auf bis zu [140 €/MWh](Link strom-report.com) gestiegen – 36 % über dem Schnitt der Vormonate. Jetzt zeigt sich, welche Beschaffungsstrategie trägt.
Wer es zuerst spürt
Unternehmen mit Spot-Tarif zahlen den tagesaktuellen Börsenpreis – jeden Tag, meist ohne Obergrenze. Was im Februar bei 103 €/MWh lag, hat im März bereits Spitzen von 140 €/MWh erreicht. Bei 500.000 kWh Jahresverbrauch bedeutet das je nach Monatsdurchschnitt zwischen 10.000 und 18.000 Euro Mehrkosten pro Jahr – nur bei der Beschaffungskomponente. Eskaliert der Konflikt auf 2022er-Niveaus, sind es schnell 40.000 bis 50.000 Euro. Die Entscheidung Gewerbestrom Festpreis oder Spot ist damit keine theoretische Frage mehr – sie hat direkte Auswirkungen auf Ihr Betriebsergebnis.
Aber es trifft nicht nur Spot-Kunden
Wer einen Festpreisvertrag hat, der in den nächsten Monaten ausläuft, steht vor derselben Frage: Zu welchem Preis geht es weiter? Und genau hier liegt das Zeitfenster. Wer vor der Krise einen Festpreisvertrag abgeschlossen hat, merkt davon aktuell nichts. Die Beschaffung steht, der Preis ist fixiert. Bei gleichem Verbrauch: bis zu 18.000 Euro Unterschied pro Jahr zwischen abgesichert und ungesichert.
Warum das auch Betriebe ohne Gas betrifft
Rund ein Viertel des deutschen Stroms wird aus Gaskraftwerken erzeugt – in Stunden mit wenig Wind und Sonne deutlich mehr. Über das [Merit-Order-Prinzip](Link Next Kraftwerke Erklärseite) setzt das teuerste Kraftwerk den Preis für alle. Der TTF-Gaspreis hat sich seit Kriegsbeginn von rund 32 auf über 50 €/MWh verteuert – und der Strompreis zieht mit. Kein Gewerbebetrieb kann sich dem entziehen.
Gewerbestrom Festpreis oder Spot – was jetzt sinnvoll ist
Wer einen Spot-Vertrag hat oder dessen Festpreisvertrag demnächst ausläuft: Am Terminmarkt einen Festpreisvertrag für das nächste Lieferjahr abschließen. Die Konditionen liegen etwas über dem Vorkrisenniveau, aber deutlich unter den Spot-Spitzen. Bei 500.000 kWh ergibt sich gegenüber dem aktuellen Spot eine Einsparung von 10.000 bis 15.000 Euro pro Jahr – plus Planungssicherheit. Achten Sie bei der Anbieterwahl auch auf die Bonität des Versorgers – ein Festpreis ist nur so sicher wie das Unternehmen dahinter.
Kann sich der Markt auch schnell wieder beruhigen?
Ja, das ist möglich – eine einzige [Waffenstillstandsmeldung hat den Gaspreis am 11. März um 18 % fallen lassen](Link Nachrichtenquelle). Aber wer ungesichert ist, wettet mit seinem Betriebsergebnis darauf. Die Risiken sind asymmetrisch: Bei schneller Deeskalation zahlen Sie mit Festpreis etwas mehr als nötig. Bei anhaltender Eskalation schützt er Sie vor unkontrollierbaren Kosten.
Für größere Betriebe kann eine Tranchenbeschaffung sinnvoll sein: den Einkauf auf mehrere Zeitpunkte verteilen statt alles auf eine Karte setzen.
Die Frage ist nicht, ob Energie teurer wird.
Die Frage ist, ob Sie das Risiko tragen. Wer beim Thema Gewerbestrom Festpreis oder Spot unsicher ist: Ich unterstütze Sie dabei, die richtige Strategie zu finden. Sprechen Sie uns an.

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