Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?


Sechs Wochen Krieg gegen den Iran. Hormus blockiert, katarische LNG-Anlagen beschädigt, erhebliche Teile der Golf-Energieinfrastruktur zerstört. Und jetzt beginnt die Einspeicherphase – mit direkten Folgen für jeden Gewerbe- und Industriebetrieb.
Die Gasspeicher stehen bei 22 %. Bis November müssen sie auf 80 % – gesetzliche Pflicht, nicht Empfehlung. Am 4. April wurde erstmals mehr eingespeist als entnommen. Europa braucht dafür rund 700 LNG-Ladungen – Mehrkosten: über 11 Milliarden Euro.


Was das für die Energiekosten in Gewerbe und Industrie bedeutet


Ob Produktion, Handwerk oder Industrie – diese Beschaffung läuft auf demselben Markt, auf dem Ihre Versorger einkaufen. TTF-Gas hat sich seit Kriegsbeginn zeitweise auf über 74 €/MWh verdoppelt. Über das Merit-Order-Prinzip zieht das den Strompreis mit: Großhandel zeitweise bei 149 €/MWh, +45 %. Je weiter die Sommerbefüllung voranschreitet, desto stärker der Preisdruck auf Gewerbestrom und Industriestrom.


Warum sich Gewerbe und Industrie nicht auf den Status Quo verlassen können


Putin hat Anfang März offen erwogen, die EU-Gaslieferungen sofort einzustellen – auf anderen Märkten lässt sich mehr verdienen. Gleichzeitig biegen US-LNG-Tanker nach Asien ab, weil dort 1-3 Dollar pro Einheit mehr gezahlt wird. Elf Ladungen wurden seit Kriegsbeginn nachweislich umgeleitet. Russland liefert aus politischem Kalkül weniger, die USA aus wirtschaftlichem. Die Versorgungssicherheit, auf die viele Betriebe kalkulieren, steht auf wackligem Fundament.


Warum ein Waffenstillstand die Energiepreise nicht sofort senkt


Selbst bei Waffenruhe morgen: Infrastruktur am Golf beschädigt, Katar braucht Wochen für den Neustart, Gasspeicher müssen trotzdem gefüllt werden. Für Gewerbe und Industrie ändert sich kurzfristig wenig an den Beschaffungskosten.


Was Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen jetzt tun können


Wer jetzt einen Festpreisvertrag für Strom oder Gas abschließt, sichert sich das heutige Niveau – bevor die Befüllungsnachfrage die Preise weiter treibt. Wer wartet, konkurriert ab Mai mit einer staatlich verordneten Beschaffungsmaschinerie.


Sie führen einen Gewerbe- oder Industriebetrieb und wollen wissen, wo Sie stehen? Ich prüfe Ihre Vertragssituation. Sprechen Sie uns an.


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