
Heute Morgen im Handelsblatt. Filip Thon, Chef von Eon Energie Deutschland, legt die Einkaufszahlen auf den Tisch:
Gas 2026: +75 % im Einkauf.
Strom 2026: +35 %.
Gas 2027: +60 %.
Strom 2027: +20 %.
Das sind keine Spotmarkt-Spitzen. Das ist der Terminmarkt – dort, wo Versorger langfristig einkaufen. Wenn selbst diese geglätteten Preise so stark gestiegen sind, rechnet der Markt nicht mit einer Rückkehr zur Normalität. Nicht 2026. Nicht 2027. Wer seine Energiepreise im Gewerbe absichern will, sollte diese Zahlen kennen.
Was die Eon-Zahlen für Gewerbe und Industrie bedeuten
Eon spricht über 14 Millionen Privatkundenverträge – da sind die Preise abgefedert. Im Gewerbe ist das anders. Ihre Tarife reagieren direkter auf den Großhandel. Was Eon als Trend beschreibt, steht bei vielen Betrieben bereits auf der nächsten Rechnung.
Wenn Eon für 2027 bereits 60 % mehr für Gas und 20 % mehr für Strom bezahlt, ist das kein kurzfristiger Schock – es ist ein neues Preisniveau. Über das Merit-Order-Prinzip zieht jeder Gaspreisanstieg den Strompreis mit nach oben. Auch Betriebe, die kein Gas nutzen, sind direkt betroffen.
Warum weder Waffenruhe noch Blockade Entwarnung bedeuten
Seit dem 8. April gilt eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Trotzdem bleibt die Straße von Hormus faktisch blockiert – der Iran lässt maximal 15 Schiffe pro Tag passieren, vor dem Krieg waren es hunderte.
Seit heute wird es noch komplizierter: Nach gescheiterten Friedensverhandlungen hat Trump eine US-Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt. Die wichtigste Energieroute der Welt wird jetzt von beiden Seiten gleichzeitig eingeschränkt. Brent-Öl ist wieder über 100 Dollar gestiegen.
Die Gasspeicher stehen bei rund 22 % und müssen bis November auf 80 % – gesetzliche Pflicht. Selbst bei sofortigem Frieden dauert die Normalisierung Monate. Eon hat die Waffenruhe nicht als Entwarnung eingepreist – die Einkaufszahlen für 2027 sprechen eine deutliche Sprache.
Energiepreise im Gewerbe absichern – was Sie jetzt tun können
Wer auf fallende Preise wartet, wartet gegen den Markt. Deutschlands größter Versorger sagt Ihnen, dass er für 2027 bereits 60 % mehr für Gas bezahlt. Wer heute fixieren kann, bekommt die günstigste Option der nächsten Monate.
Prüfen Sie, wann Ihr aktueller Strom- oder Gasvertrag ausläuft. Holen Sie Angebote mit Preisbindung ein, bevor die Befüllungsnachfrage der Gasspeicher die Terminmarktpreise weiter treibt. Achten Sie bei der Anbieterwahl auf die Bonität des Versorgers – ein Festpreis ist nur so sicher wie das Unternehmen dahinter.
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